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2012 - Rund um den See Vättern - Teil 4

Tag 16 bis 19 von insgesamt 22 Tagen

Tag 16


Heute war der letzte geplante Tag für die Region Göta-Kanal. Einen Tag länger als ursprünglich geplant. Wir ließen es heute Morgen ruhig angehen und frühstückten lange. Der Himmel war bedeckt,- und als wir los fuhren kamen sogar ein paar Tropfen Regen von oben. Laut Wetterbericht sollte es eigentlich heute trocken bleiben. Wir fuhren nach Berg um uns dort die größte Touristenattraktion des Kanals an zu sehen,- die Schleusentreppe von Berg.

Bei dieser eindrucksvollen Schleusenanlage reihen sich 7 Schleusenkammern aneinander,- und gleichen einen Höhenunterschied von 17 Meter aus. Es dauert ca. 1 Stunde bis man alle Schleusen überwunden hat.
Ein fantastisches Schauspiel.
Hier an der Schleusenanlage gibt es auch mehrere Stellplätze für Wohnwagen und Wohnmobile.
(ohne Strom - Stand: Aug. 2012)

 

Nur wenige Meter von der Schleusenanlage entfernt befindet sich die Kirche und Klosterruine von Vreta. Die Kirche ist eines der interessantesten Gebäude aus dem Mittelalter in Schweden. Sie blieb mit ihrem viereckigen Uhrenturm im wesentlichen seit dem 13. Jahrhundert bis heute unverändert.
Das Kloster wurde im Jahr 1120 als erstes Nonnenkloster in Schweden gegründet. Nachdem die letzten beiden Nonnen im Jahr 1582 starben, verfiel das Kloster leider. Heute ist nur noch eine Ruine zu sehen. Am späten Nachmittag fuhren wir wieder zurück zum Wohnwagen. Der Himmel hatte Erbarmen, stellte das Tröpfeln der wenigen Tropfen ein,- und schickte stattdessen die Sonnen hervor.

Tag 17

Unser Göta-Kanal Stopp war beendet. An diesem Morgen wollten wir weiter fahren. Nach dem Frühstück machten wir "Isolde" fertig für die Abreise. Die Reise sollte uns wieder nach Gränna führen. Bereits im Jahr 2011 hatten wir Gränna besucht. Diese kleine quirlige Stadt mit den vielen alten bunten Holzhäusern.

 

Die Fahrt verlief unspektakulär.
Um 12:30 Uhr erreichten wir den Getingaryds Camping. Der Platz befindet sich auf einem Bauernhof, direkt am Wasser. Die Chefin (eine ältere Dame) empfing uns herzlich. Sie sprach sehr wenig englisch,- wir nur sehr wenig schwedisch. Und trotzdem verstanden wir uns auf Anhieb. Wir erhielten ein Platz unten am Wasser.

 

 

Wir stellten "Isolde" auf ihren Platz und fuhren ins ca. 10 km entfernte Gränna. Es führte kein Weg daran vorbei, wir mussten in einen dieser Läden für die Gränna berühmt ist. Pfefferminzbonbons ähnlichen rot-weißen Zuckerstangen.
10 verschiedene Stangen zum Preis von 100 SEK wechselten den Besitzer,- und schon hatten wir reiche Beute gemacht.

An diesem Abend setzten wir uns noch lange unten an den See auf eine Bank...

...,- und erlebten einen herrlichen Sonnenuntergang.

Tag 18

Heute Morgen war es etwas bedeckt,
doch bereits während des Frühstücks kam die Sonne hervor.
Heute wollten wir die Insel Visingsö besuchen. Die Insel liegt direkt vor Gränna und entstand als der Riese Vist zu einer feuchtfröhlichen Hochzeit auf die andere Seite des Sees wollte. Da ihm zu nachttrunkener Stunde der Schritt hinüber zu groß war, warf er einfach eine Erdscholle mitten in den See. So konnte er und seine Frau Vista trockenen Riesenfußes auf die andere Seite wechseln.
Nach dem Frühstück fuhren wir zum Hafen von Gränna. Als wir ankamen fuhren bereits Fahrzeuge auf die Fähre. Wir hatten aber noch keine Karten. Also schnell zum Schalter gelaufen und welche kaufen. Dort erfuhr ich, dass der Preis auf der Fähre bezahlt werden muss. Man kann an dem Schalter lediglich die Uhrzeit für die Abfahrt von Gränna,- und die Rückfahrt von Visingsö reservieren. Das muss wohl etwas mit der Vorplanung der Fährgesellschaft zu tun haben. Wir bekamen als Startzeit die nächste Fähre genannt. Ich hatte die im Hafen liegende Fähre sowieso längst abgeschrieben.

 

Um so verdutzter war ich, als jemand plötzlich von der Fähre in feinsten Hochdeutsch zu uns rüber rief:" Wollt ihr auch noch mit? Wenn ja, dann schnell drauf hier." Ich bestätigte mit einem Handzeichen und fuhr auf die Fähre. Hinter uns schloss sich das Tor und die Fähre legte ab. Derjenige der gerufen hatte war ein junger Mann. Er war vor 5 Jahren ausgewandert nach Schweden,- und lebt nun als selbstständiger Zimmermann auf der Insel.

 

Wir hatten ein sehr nettes Gespräch mit ihm. Das er bei dem netten Gespräch "vergaß" die Personengebühr zu erheben,- und nur das Auto berechnete, erwähnen wir hier mal lieber nicht.
Die Fahrzeit dauert ca. 20 Minuten, so das man schnell die Insel erreicht hat.

Die Insel ist ca. 14 km lang, ca. 3 km breit,- und steckt voller Kultur.

 

 

Hier steht auch die Kirche von Kumlaby, eine der ältesten Kirchen in Schweden. Sie stammt aus dem Jahr 1135. Der Turm kann bestiegen werden, eine echte Herausforderung. Von oben hat man dafür einen herrlichen Ausblick.

 

 

Ebenso befindet sich hier auf der Insel Schwedens älteste Königsburg. Leider nur noch als Ruine .
Sie wurde im 12 Jahrhundert erbaut,- und 1318 zerstört.

 

 

Beeindruckend ist auch der Näs Jönsagård, ein Bauernhof aus dem 18. Jahrhundert.

 

 

Zum Abschluss besuchten wir noch das Visingsö Värdshus (Wirtshaus) unten am Hafen. Dort gab es leckeren Fisch aus dem See.

Erst am späten Nachmittag waren wir wieder zurück am Wohnwagen.

Und wieder verabschiedete sich die Sonne von diesem Tag mit einem herrlichen Sonnenuntergang.

Tag 19

Heute sollte sich der Kreis unserer diesjährigen Tour "Rund Vättern" schließen.
Bereits am frühen Morgen leuchtete ein strahlend blauer Himmel uns entgegen. Die Sonne verbarg sich noch hinter dem hohen Berg, der direkt hinter dem Platz begann. Nach dem Frühstück machten wir "Isolde" erneut reisefertig. Wir fuhren mit dem Gespann bis vorne an die Rezeption und bezahlten unsere zwei Übernachtungen in bar. Auf diesem Platz wurde keine VISA-Karte akzeptiert. Wir verabschiedeten uns von der alten Dame. Es war schön hier,- und wir werden bestimmt wiederkommen.
Schnell war die Autobahn erreicht,- und schon nach kurzer Zeit erreichten wir Jönköping.
Der Kreis war geschlossen.

Um 15:15 Uhr erreichten wir unseren letzten Platz für diese Jahr in Schweden.
Es war der Barsebäck Strand-Camping in Barsebäck. Ein kleiner Platz direkt an der Ostsee und nicht weit entfernt von der Autobahn. Hier wollten wir noch einen Ruhetag einlegen, bevor es wieder zurück nach Deutschland weiter gehen sollte.
Die Sonne brannte den ganzen Tag vom Himmel. Wir saßen noch lange an diesem Abend draußen und genossen den Sonnenuntergang direkt vor unserer Haustür.