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2015 - Reise zum schwedischen Polarkreis - Teil 4

Tag 16 bis 19 von insgesamt 22 Tagen

Tag 16

Heute Morgen begrüßte uns herrlicher Sonnenschein. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zur Insel Sollerön. Sie ist die größte Insel im Siljansee. Sollerön wird durch eine Brücke mit dem kleinen Ort Gesunda verbunden. Und dort gibt es den Gesundaberget. Sein Gipfel liegt ca. 350 Meter über dem Siljansee. Von dort oben hat man einen herrlichen Blick über den See. Man erreicht den Gipfel entweder zu Fuß,- oder so wie wir mit der Seilbahn.

 

Die Straße zur Liftstation führt vorbei am Sagolandet Tomteland (Santaworld). Es war uns bereits auf der Hinfahrt aufgefallen. Ein Weihnachtspark zu jeder Jahreszeit. Auf der Rückfahrt hielten wir kurz an und besuchten den Eingangsbereich. Ist schon komisch wenn mitten im Sommer alles weihnachtlich geschmückt ist.

 

 


Wir machten uns wieder zurück auf den Weg nach Mora.

Dort wollten wir das Zornmuseum besuchen. Zum Museum gehören weiterhin der Zorngarten, Zorns Altgehöft, Zorns Textilkammer und die Gopsmor-Stuga. In allen Häusern erhält man aber nicht nur einen Einblick in seine Sammlung, sondern kann sowohl das Leben als auch Schaffen von Anders Zorn und seiner Frau Emma nachempfinden.

 

Während wir den ganzen Tag schönes Wetter mit Temperaturen von 25° C hatten, verdunkelte sich am Abend der Himmel,- und ein dicker Regenschauer zog über uns hinweg. 

Tag 17

Als wir heute Morgen wach wurden war es noch trocken draußen. Aber als wir uns nach dem Frühstück Reisefertig machen wollten, fing es an zu regnen. Es nützte alles nichts. Um 10:30 Uhr verließen wir den Campingplatz. Der Regen wollte einfach nicht aufhören.

 

Erst am späten Nachmittag wurde es langsam besser,- und sogar die Sonne ließ sich ab und an blicken. Der Tisarstrands Camping war unser Ziel. Er liegt direkt am See Tisaren. Um 16:00 Uhr erreichten wir den Platz. Es war mit Windstärken um 8 Beaufort sehr stürmisch geworden. Immer wieder peitschte der Wind das Wasser vom See gegen die Böschung. Die angezeigten 18° C waren gefühlt wesentlich kühler.

Tag 18

Heute Morgen ist es immer noch stürmisch, dazu scheint aber bei 18° C die Sonne. Um 10:40 Uhr verlassen wir den Campingplatz in Richtung Jönköping. Auf der E4 an dem Rastplatz Brahehus, haben wir einen Zwischenstopp eingelegt. So oft sind wir an der Ruine Brahehus vorbeigefahren, heute wollten wir uns diese ansehen.

 

Das ehemalige Herrenhaus wurde 1650 fertiggestellt, aber für den Eigenbedarf nie so richtig genutzt. Vielmehr nutzte man das Gebäude als Unterkunft für die Gäste des Grafen Per Brahe dem Jüngeren. Von hier oben hatte man eine hervorragende Aussicht über den See Vättern, auf die Insel Visingsö,- und den Ort Gränna.

Nach einer ganzen Weile fuhren wir weiter, unserem heutigen Ziel entgegen, dem Campingplatz Villa Björkhagen. Doch bei der Ankunft mussten wir feststellen das es nicht „unser“ Platz war. Im Eingangsbereich war alles schon sehr überlaufen. Ich drehte das Gespann um, und hielt bei der ersten Möglichkeit wieder an. Ein neuer Platz musste gefunden werden.

 

Es dauerte nicht lange, und wir hatten uns entschieden. Gerade einmal 12km mussten noch überwältigt werden. Lovsjöbadens Camping war unser Ziel. Den Platz kannten wir schon. Ein schöner kleiner Platz direkt an dem See Lövsjön. Um 15:55 Uhr erreichten wir den Platz,- und erhielten einen Platz direkt am See. Leider fing es gegen Abend an zu regnen.

Tag 19

Während sich das schlechte Wetter in der Nacht etwas beruhigt hatte, fing es am frühen Morgen wieder an heftig zu regnen. Vor dem Wohnwagen bildete sich ein kleiner See.

Nach dem Frühstück fuhren wir nach Gränna, berühmt und bekannt für seine Zuckerstangen. 1859 hat „Tante Amalia“ die ersten Pfefferminzstangen gebacken. Heute kennt sie jedes Kind in Schweden.  Uns interessierte in diesem Jahr aber das Polarmuseum. Hier kann die weltgrößte Sammlung der Polarexpedition von August Andrée, Nils Strindberg und Knut Fraenkel aus dem Jahre 1897 besichtigen werden. Nach dreitägiger Ballonfahrt wurde die Mannschaft zur Landung auf dem Eis gezwungen,- und der Kampf ums Überleben begann. Fast sämtliche wiedergefundenen Ausrüstungsgegenstände, wie Notizbücher, Logbücher, Landkarten, Schlitten, Waffen, Fotoausrüstung und Fotografien, Kochapparate, Waffen und das Boot das auf der Eiswanderung mitgenommen wurde sind im Museum zu bewundern. Ein wirklich lohnenswerter Besuch. Abends am Campingplatz fing es leider wieder an zu regenen. Es sollte in der Nacht auch nicht mehr aufhören.

Als wir eine ganze Zeit später wieder das Museum verließen, schien die Sonne wieder. Und so bummelten wir noch zum nahe gelegenen Hafen hinunter.


Auf dem Rückweg zum Campingplatz kamen wir am Röttle Dorf vorbei. Bei einem Rundgang ist ein kleiner Wasserfall und mehrere Stromschnellen zu sehen. Endlang des Wasserfalles und der Stromschnellen wurden mehrere Mühlen gefunden. Hauptsächlich wurden sie als Schleifmühlen eingesetzt. (schleifen von Mehl). Das Dorf ist teilweise nur zeitweise bewohnt. Genau konnten wir es nicht ermitteln,- aber wir vermuten das es sich um ein Museumsdorf handelt.