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2014 - Bis nach Mittelschweden - Teil 4

Tag 16 bis 19 von insgesamt 22 Tagen

Tag 16

Die ganze Nacht hatte es geregnet,- und heute Morgen immer noch. Der Wetterbericht versprach auch keine Aussicht auf Besserung. Und trotzdem,- wir hatten uns vorgenommen Göteborg zu besuchen,- und das taten wir auch. Nachdem Frühstück fuhren wir los. Schnell war das Zentrum erreicht. In unmittelbarer Nähe vom Tourismusbüro bekamen wir einen freien,- und dazu noch bezahlbaren Parkplatz. Es muss wohl an dem Wochentag, einem Sonntag gelegen haben. Im Tourismusbüro erkundigten wir uns nach verschieden Möglichkeiten die Stadt zu besichtigen.

 


Wir entschieden uns als erstes für eine Bustour. Der Regen hatte aufgehört,- und so setzten wir uns in dem Bus nach oben,- unter freiem Himmel. Alle wichtigen Orte die mit Bus zu erreichen waren, wurden nach einander angefahren.

 

Anschließend unternahmen wir dasselbe nochmal, nur dieses Mal mit dem Schiff. Die Reise führte uns durch verschiedene Kanäle, bis hinaus in den großen Industriehafen.

Wir hatten Glück, erst als wir wieder wohlbehalten an Land waren, fing es leicht an zu regnen. Mit der Buslinie 19 fuhren wir hinaus an den Seehafen. Dort befand sich das Maritiman Museum. Hier liegen verschiedene Schiffe am Kai, die man alle besichtigen kann. Sogar ein großes Kriegsschiff war da. Jedes Schiff kann von oben bis unten,- und von vorn bis hinten durchlaufen werden. Kleine Pfeile weisen dem Besucher den Weg. Mitunter sind einige schwierige Passagen, z.B. steile Bootstreppen dabei. 

In der Zwischenzeit hatte es wieder fester angefangen zu regnen. Insofern waren wir ganz froh zumindest teilweise unter Deck zu sein. Als wir uns wieder auf den Heimweg machten, hörte es auf zu regnen. Am Stellplatz angekommen konnten wir uns es noch für kurze Zeit draußen gemütlich machen. Aber eben nur für kurze Zeit,- dann fing es wieder leicht an zu regnen.

Tag 17

 

Heute setzten wir unsere Reise fort. Teilweise fuhren wir mitten durch Wälder auf festen Schotterstraßen. Wir wollten zum See Bolmen, dem zehnt größten See in Schweden,- und dort den Löckna Camping besuchen. Ein wunderschöner kleiner Platz mit nur ca. 40 Stellplätzen für Wohnwagen und Wohnmobile. Hinzu kommen noch ca. 10 Hütten.

Kaum waren wir angekommen, wurden wir auch schon sehr herzlich begrüßt. Wir durften uns einen Platz aussuchen. Da sich die Rezeption oberhalb vom See befand erblickte ich einen, noch freien Platz direkt am See. Wir hatten aber nicht reserviert. Die Chefin schaute nach,- und siehe da, wir konnten den Platz nehmen. „Kraja“ wurde unten am Platz abgehängt. Den Rest erledigte der Mover. Nun hatten wir im Rücken den See,- und direkt vor uns den kleinen Campingsee mit seinen vielen Seerosen.

Noch schöner kann man fast nicht stehen. Wir kauften noch ein wenig ein,- und genossen für den Rest des Abends am Platz,- inkl. Platzrunde.

Tag 18

 

Nun waren wir wieder in Småland angekommen. Nach dem Frühstück fuhren wir nach Rydaholm. Dort wollten wir das "bil- musik- och leksaksmuseum" besuchen. Ein kleines aber feines Museum, voll mit interessanten alten Autos, alten Maschinen,- und sonst so allerlei alten Dingen. Einige davon konnte man auch kaufen. Es war alles ganz nett an zu sehen.

 


Anschließend fuhren wir nach Växjö. Växjö ist eine Kombination aus Kleinstadt,- und Universitätsstadt. Sie gilt als die grünste Stadt in Europa. Bei herrlichem Sonnenschein schlenderten wir die Einkaufsmeile einmal hinauf,- und wieder zurück.

Ein richtiges Ziel hatten wir an diesem Tag nicht. Im Grunde sind wir ca. 200 km durchs Land gefahren, ohne genaues Ziel. Zumindest das Wetter spielte mit. Ab dem frühen Nachmittag genossen wir die Landschaft,- und die Ruhe auf dem Campingplatz.

Erst gegen späten Abend fing es leicht an zu regnen.

Tag 19

Die Sonne empfing uns heute Morgen. Da wir direkt am Bolmen standen, hörten wir ein leichtes glucksen vom Wasser. Beides zusammen, das glucksen und die Sonne erwärmte die Seele doch sehr.

 


Nach dem Frühstück fuhren wir zur Burg Piksborg. Sie befindet sich am südlichen Ende des Bolmen,- und stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die Anlage ist heute auch noch zu erkennen, die Gebäude existieren aber nicht mehr, da sie aus Holz gebaut waren.

 

 

Anschließend fuhren wir in Richtung Torup. Wir wollten die Bosgårdsfallet, den Wasserfall bei Torup besuchen. Ein Wasserfall mit 11 Meter Falltiefe. Das Sägewerk und die Mühle dort waren bis 1930 in Betrieb. Mitten in einer Kurve befand sich die schmale Einfahrt zum Parkplatz. Das ganze Gegend ist wunderbar zu erwandern. Das Wasser des Wasserfalls ist braun gefärbt. Im ersten Moment etwas seltsam an zu sehen. Doch die Färbung stammt aus den umliegenden Mooren und dem Humus. Wir wanderten ein kurzen Weg, entlang des Wasserfalls und dem oberhalb liegenden See.

Als wir wieder den Parkplatz erreicht hatten, fuhren wir weiter zur Brunnsbacka Mühle. Die Mühle liegt auf dem Weg zwischen Unnaryd und Jälluntofta, ca. 300 m von der Straße entfernt. Die alte, restaurierte Sägemühle aus dem 18. Jahrhundert, die sich heute in privatem Besitz befindet, liegt wunderschön an einem kleinen rauschenden Bach. Ab und an gibt es Vorführungen. Besichtigen kann man sie aber das ganze Jahr durch. 

 

 

An diesem Abend konnten wir noch lange in der Sonne vor dem Wohnwagen sitzen.
Es war der vorletzte Abend für dieses Jahr in Schweden.

Morgen mussten wir leider wieder weiter reisen. Aber irgendwann geht selbst die schönste Zeit mal zu Ende.