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2017 - Entlang einiger Nationalparks in Schweden - Teil 4

Tag 16 bis 19 von insgesamt 23 Tagen

Tag 16

Nach dem Frühstück setzte ich meine Reise fort. Ich hatte mir den Camping Långsjön als nächstes Ziel ausgesucht. Er liegt direkt an der Straße 40 zwischen Vimmerby und Ankarsrum. Es war trocken. Die Sonne kam immer wieder zwischen den Wolken hervor. Dazu wehte ein teilweise heftiger Wind.

Um 14:00 Uhr erreichte ich den Platz, der am See Långsjön liegt. Um den See vom Platz aus zu erreichen, muss die Straße 40 überquert werden. Auf dem Stellplatz aus war die Straße hörbar, störte aber nicht. Der Empfang war sehr herzlich. Ich konnte mir einen Platz aussuchen. Man merkte aber, dass ich mich wieder in Småland befand. Immer noch waren viele Familien mit Kindern unterwegs. Zudem liegt der Platz nicht weit von Astrid Lindgren Land entfernt. Ein idealer Ausgangspunkt.

Leider konnte ich von meinem Platz aus den See nicht so richtig sehen. Aber für eine Nacht ist das kein Problem.

Tag 17

Um 10:30 Uhr setzte ich meine Reise fort. Der Camping Nordländer war mein Ziel. Um 12:45 Uhr erreichte ich den Platz in Åby.

Geführt wird der Platz von einem Berliner Paar, die vor ca. 30 Jahren hierher ausgewandert sind,- und sich einen kleinen einfachen Campingplatz erschaffen haben. Herrlich gelegen in wunderbarer Natur. Zusätzlich wurde eine perfekte Kanubasis aufgebaut. Der Platz liegt direkt am See Helgasjön. In der Hochsaison ist hier bestimmt einiges los. Jetzt stand ich mit einem Wohnmobil alleine hier. Herrlich,- eigentlich ein Geheimtipp. Als ich ankam hatte die Rezeption geschlossen. „Einfach hinstellen, der Rest wir morgen gemacht",- wurde mir gesagt. So tat ich es auch. Den Rest des Tages verbrachte ich in absoluter Ruhe am Platz. Nur ein leises Rauschen von einem Stauwehr war zu hören.

Tag 18

Pünktlich um 10:00 Uhr stand Joachim Jacob vor seiner Rezeption. Hier muss mit Bargeld bezahlt werden. Bezahlen mit irgendwelchen Kreditkarten ist nicht möglich. Joachim und ich unterhielten uns noch eine Weile, bevor ich um 11:00 Uhr weiter fuhr,- mit dem festen Willen wieder zu kommen.

Der Mjölknabbens Camping war mein nächstes Ziel. Er liegt südlich von Växjö am See Åsnen, im südlichen Småland. Bereits um 12:20 Uhr erreichte ich den Platz. Die Straße dorthin wurde zwar immer schmaler, war aber gut zu fahren. Dieses Mal konnte ich den Wohnwagen nicht so hinstellen, dass ich vom "Wohnzimmer" auf den See sehen konnte. Es gab hier eine Vorschrift, nach der die Deichsel immer zum Weg zeigen musste. Aber das Wetter war gut,- und so konnte ich in meinem Stuhl draußen sitzen,- und die herrliche Aussicht auf den See genießen. Ich nahm mir vor, zwei Tage zu bleiben. Ich wollte mir unbedingt den Autofriedhof Kyrkö Mosse ansehen.

Tag 19

Die Sonne schien heute Morgen von einem herrlich blauen Himmel. Nach dem Frühstück machte ich mich auf ins nahe Ryd. Dort an der Straße 119 lag der Autofriedhof Kyrkö Mosse. Kyrkö Mosse ist der Name des Moores, und Åke Danielsson hat hier gelebt und anfangs nur Torf gewonnen.

 

Erst später widmete er sich der Verwertung von Autos. Die ausgeschlachteten Wracks lies er einfach im Wald stehen. Er betrieb sein Geschäft bis ca. Ende 1980. 1992 zog er ins Altersheim. Und dann ging es lange hin und her zwischen neuem Besitzer und dem Land. Schließlich gibt es in Schweden verschärfte Umweltgesetze. Aber es gab auch Fürsprecher. Selbst das TV und die Presse berichteten landesweit. Aber dann endlich beschäftigte sich die Regierung mit dem Fall. Und anders als in ähnlichen Fällen, in anderen Ländern, erkannten die Behörden in Schweden den kulturhistorischen Wert. Seitdem steht das Gelände bis 2050 unter Schutz. Danach wird neu entschieden.

Åke Danielsson

 

Noch ein kleiner Tipp,- fahrt die Straße, die aus Ryd hinaus führt, langsam. Es gibt keine Hinweisschilder,- und keine großen Parkplätze, die auf die Moorlandschaft hinweisen. Nur ein kleines Hinweisschild direkt am Waldrand zeigt an, dass ihr das Ziel erreicht habt. Hier ist auch eine kleine Parkmöglichkeit für ein paar Autos geschaffen worden.

Morgen musste ich bereits mein letztes Etappenziel für dieses Jahr in Schweden anfahren. Warum vergeht die Zeit eigentlich so schnell?