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2017 - Entlang einiger Nationalparks in Schweden - Teil 3

Tag 11 bis 15 von insgesamt 23 Tagen

Tag 11

Der Tag begann schon mit herrlichem Wetter. Ich wollte den ganzen Tag faulenzen. Ich genoss das Frühstück und den extra Pott Kaffee in der Sonne. Neben mir standen schwedische Großeltern mit ihren Enkeln. Beide Kinder spielten im Wasser mit nichts anderem als ihren selbstgebauten Spielzeugbooten. Noch ein Platz weiter saß ein Junge in seinem Stuhl und las ein richtiges Buch. Kein Handy, kein IPod, kein Internet,- nichts. Zufrieden mit sich und der Welt. Es gibt sie wohl noch,- die kleinen Ausnahmen.

Am Campingplatz beginnen etliche Wanderwege, bzw. führen daran vorbei. Ich erkundigte mich an der Rezeption nach einem kleinen Rundweg. Ich wollte ein wenig laufen. Direkt vom Platz aus führt ein schmaler Weg durch wunderschönen Kiefernwald. Begleitet wurde ich nur von ein paar Vögeln und Insekten. Eine wunderbare Stille umgab mich.

Tag 12

 

Am frühen Morgen schien noch die Sonne. Doch das sollte sich bald ändern. Laut Wetterbericht sollte eine Regenfront über das Gebiet ziehen. Der Himmel zog sich immer mehr zu,- und das Wetter hielt sich strikt an den Wetterbericht. Gegen Abend sollte der Spuk wieder vorbei sein. Ich machte mich im Wohnwagen an die Planung für die nächsten Tage, während es draußen regnete ohne Unterlass. Zudem wurde der Wind auch noch etwas heftiger.

 

Gegen 14:00 Uhr ging der Dauerregen in Schauern über. Ich machte mich auf den Weg zum nahen ICA um noch ein paar Lebensmittel ein zu kaufen. Als ich wieder zurück war, hörte es ganz auf zu regnen. Eine Stunde später schien bereits wieder die Sonne vom Himmel. Und ich konnte wieder einen herrlichen Abend draußen genießen.

Tag 13

Heute Morgen schien bereits die Sonne, als ich aufwachte. Der See war aber noch in dichtem Nebel gehüllt. Nach dem Frühstück hatte die Sonne aber endgültig die Oberhand errungen. Ich setzte mich ins Auto um ein paar Sehenswürdigkeiten zu erkunden.

Als erstes fuhr ich zum Naturum. Der Naturum Färnebofjärden liegt im alten Stall der Hütte Gysinge Bruk am Ufer des Dalälven. In der Ausstellung erfahren Besucher Wissenswertes über die Flora und Fauna von Färnebofjärden und über die Landschaft des Nationalparks.

Bei Skekarsbo befindet sich ein Aussichtsturm. Den wollte ich ebenfalls besuchen. Mit dem Auto ging es weiter, auf Schotterpisten, quer durch die Wälder. Wie so oft in Schweden. Vom kleinen Parkplatz aus sind es noch wenige Meter bis zum Aussichtsturm. Erst wenn man direkt vor dem Turm steht, sieht man ihn auch. Von oben hat man, bei gutem Wetter, einen herrlichen Rundumblick über die weite Landschaft.

Ich hatte Glück. Der Ausblick war grandios.

Morgen sind die schönen Tage hier schon wieder vorbei. Die Reise geht weiter.

Tag 14

Um 10:45 Uhr hing "Kraja" an ihrem Haken. Am frühen Morgen hatte bereits wieder Regen eingesetzt. Und fast die ganze Fahrt über sollte er mich begleiten.

Der Strandstuvikens Camping bei Nyköping war mein Ziel. Die Fahrt verlief einmal quer durch das Autobahnlabyrinth von Stockholm hindurch, aber,- ohne Probleme. Um 15:00 Uhr erreichte ich den Platz. Um es vorweg zu nehmen, wieder kein Platz für mich in der Hauptreisezeit. Der Platz war sehr groß. Er hat einen eigenen Strand und bietet auch sonst so einiges. Zu dieser Jahreszeit war nicht mehr so viel los. Ich bekam einen Platz mit Blick auf den See.  Der Platz liegt in der Nähe vom Naturreservat Stendörren. Und das wollte ich mir morgen ansehen. Da sollte auch das Wetter wieder besser werden.

Tag 15

In der Nacht hatte es wieder heftig geregnet. Gegen Morgen klarte der Himmel aber wieder auf. Ganz so wie es der Wetterbericht versprochen hatte. Nach dem Frühstück machte ich mich auf den Weg ins Naturreservat.

 

Der Parkplatz war einfach zu finden. Doch befindet er sich mitten im Wald auf einer Lichtung. Wo waren die Schären? Ein Schild wies den Weg,- und siehe da, ein paar hundert Meter weiter, steht man direkt an der Ostsee,- und mitten in den Schären. Traumhaft!

Der Name Stendörren wurde bereits schon im 13. Jahrhundert erwähnt. Damals noch dänisch. Gemeint war damit der schmalste Teil im Sund. Und im 17. Jahrhundert entstand das Gasthaus Stendörren. Es gewährte Seeleuten bis zu 8 Tagen Bleiberecht,- um z. B. auf besseres Wetter oder Wind zu warten.

Ich wanderte einen kleinen Rundwanderweg durch die Schären, immer entlang am Wasser. Und wenn es mal nicht weitergeht helfen kleine Hängebrücken dabei, den nächsten Felsen zu erreichen.

 

Auch diese Naturreservat hat einen Naturum. Es befindet sich sehr schön gelegen an dem viel befahrenen Schärenfahrwasser und dem alten Fischerhof Aspnäset.

Es ist herrlich anzusehen wie große und kleine Boote durch die Schären segeln.