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2012 - Rund um den See Vättern - Teil 1

Tag 1 bis 7 von insgesamt 22 Tagen

Und wieder nach Schweden!

Der Plan für unsere zweite Schwedentour war es, Schwedens zweitgrößten See,- den Vättern-See zu umrunden. Immerhin drei mal so groß wie der Bodensee. Gränna, an der Ostseite des Vättern-Sees war im letzten Jahr der nördlichste Punkt den wir angefahren hatten. Wir versprachen damals wieder zu kommen,- und das taten wir diese Jahr. Für die entsprechenden Etappenziele fanden wir Campingplätze in Västergötland, Östergötland,- und in Halland.
Der Sage nach entstand der See durch einen Riesen, der dort vor grauer Vorzeit hauste. Er war Bauer. Immer wieder setzte er den Pflug an, doch er bekam keine anständige Furche hin. Wütend riss er zwei verkorkste Schollen aus dem Erdreich und schleuderte sie bis in die Ostsee. Die Löcher füllten sich mit Wasser. Der Vänern und der Vättern waren entstanden.

 

 

Endlich Freitag und Feierabend.
"Isolde" stand bereits zu Hause vor der Haustür. Sie war fix und fertig gepackt,- und wartete nur darauf das es endlich los ging.

Tag 1


Am frühen Samstagmorgen um 4:30 Uhr klingelt der Wecker,- und kündigt damit an, dass nun endlich unser Urlaub beginnt. Ein kleines Frühstück,- und schon kann es losgehen. 6:00 Uhr starten wir den Wagen. Es regnet. Es dauert auch nicht lange und wir hatten unseren ersten Stau. In NRW hatte die 2. Hälfte der Sommerferien begonnen. Der Bettenwechsel stand an.

Der Plan war eigentlich den ersten Zwischenstop in Dänemark zu machen. Doch daraus wurde leider nichts. Immer wieder zwangen uns Staus eine Zwangspause ein zulegen. Um 16:15 Uhr erreichten wir gerade noch die Ausfahrt nach Großenbrode. Vor uns staute sich der gesamte Verkehr in Richtung Fehmann.
Um 16:30 standen wir vor der Schranke von Camping Strandparadies Großenbrode. Dort erhielten wir einen Stellplatz nahe der Schranke. Wir wollten am nächsten Tag wieder früh weiter fahren.

 

 

Abends besuchten wir noch das Restaurant, dass wir bereits vom letzten Jahr kannten. Früh waren wir an diesem Abend in den Betten verschwunden.
Der Regen hatte in der Zwischenzeit aufgehört.

Tag 2

Auch an diesem Morgen standen wir wieder früh auf. Die Schranke am Campingplatz öffnete ab 7:00 Uhr. 7:05 Uhr verließen wir den Campingplatz. Beim Ortsansässigen Bäcker kauften wir noch ein Brot. Um 7:30 Uhr erreichten wir die Fähre. Wir konnten ohne Halt direkt in den Schiffsbauch fahren. Heute war es längst nicht mehr so voll wie gestern. Es war schon fast leer auf der Fähre. Bereits um 8:30 Uhr erreichten wir Dänemark.

 

 

Die Fahrt durch Dänemark verlief ohne Probleme,- und so erreichten wir um 11:15 Uhr die Öresundbrücke. In Schweden angekommen, wir hatte gerade Malmö hinter uns gelassen, passierte es. Heidi sah hinter dem langen Sicherungszaun an der E4 zwei Elche. Leider konnten so schnell bei der Geschwindigkeit keine Bilder gemacht werden.


Um 16:25 Uhr erreichten wir unseren ersten Campingplatz am Vätternsee,- den Habo-Camping in Habo.
Als "Isolde" auf ihrem Platz stand und fertig versorgt war,- fuhren wir noch kurz in die Stadt um eine Kleinigkeit zu essen.
Auch heute waren wir früh im Bett verschwunden.
Den Tag über hatte es immer mal wieder leicht geregnet.

Wir hatten unser Ziel erreicht, den Vätternsee. Schwedens zweitgrößten See. Er hat eine Länge von ca. 135 km,- und eine Breite von ca. 31 km. Die größte Tiefe beträgt ca. 128 Meter.

Tag 3

Heute haben wir ausgiebig ausgeschlafen. Erst gegen 10:00 Uhr frühstückten wir. Der Himmel meinte es gut an diesem Morgen mit uns. Immer wieder kam die Sonne hervor. Wir wollten uns heute die vielleicht spektakulärste Holzkirche Schwedens,- in Habo ansehen.

 

 

Die Kirche bekam ihr heutiges Aussehen im Jahr 1723 und ist mit prachtvollen Gemälden und kunstvollen Schnitzereien verziert. Ist sie von außen schon beeindruckend an zu schauen, so verschlägt es einem im Inneren den Atem.

 

 

Der Mund bleibt vor lauter Staunen einfach auf. Alle Figuren, alle Säulen, einfach alles ist aus Holz. Unglaublich schön sind die Gemälde auf den Wänden und Decken.

Vielleicht nicht ganz so bekannt und so groß wie die Kirche in Habo ist die Kirche in Brandstorp. Viele Ansässige halten sie allerdings für mindestens genau so schön. Und so fuhren wir die paar Kilometer nach Brandstorp um uns auch diese wunderschöne alte Holzkirche an zu sehen. Der Friedhof ist von einer einzigartigen Holzkonstruktion umgeben

 

Etwas später bummelten wir noch ein wenig durch Habo. Am späten Nachmittag fuhren wir wieder zurück zum Wohnwagen. Die Sonne begleitete uns an diesem Tag fast die gesamte Zeit. Erst Abends, wir waren gerade mit dem Grillen fertig, fing es wieder leicht an zu regnen.

Nach dem Abendessen führte uns trotzdem noch ein kleiner Spaziergang zum See hinunter.

Tag 4


Viel vorgenommen hatten wir uns für heute nicht.
Bereits am Vortag haben wir uns für eine Elch-Safari angemeldet. Diese sollte heute Abend vom Campingplatz aus starten,- und um 20:45 Uhr beginnen.
Nach dem Frühstück führen wir nochmals nach Habo. Dort wollten wir uns die alte Spinnerei ansehen.

Doch bekamen wir außer einem Café und geschlossenen Läden die sich innerhalb der Spinnerei befanden nicht viel zu sehen. Die gesamten alten Werkstätten waren mehr oder weniger ein Treffpunkt von örtlichen Künstlern. Im Erdgeschoss war eine kleine Bildergalerie zu sehen. Im ersten Stock waren mehrere kleine Läden, die verschiedene Handarbeitssachen ausstellten. Leider waren alle geschlossen. Nur am Wochenende wurde geöffnet. Doch da waren wir schon nicht mehr da.

 

Wir fuhren weiter nach Tidaholm. Dort wollten wir uns das alte Turbinenhaus ansehen. Es stammt aus dem Jahr 1898,- und wurde direkt an den Stromschnellen errichtet. Das Haus wurde später als Wohn,- und als Badehaus benutzt. Heute steht es leer.

Am späten Abend wartete noch eine spezielle Tour auf uns. Eine vom Platz veranstaltetet Elch-Safari.

 

 

Um 20:45 Uhr wartete an der Rezeption ein Bus auf uns. Dieser brachte uns zu einem nahe gelegenen Bauernhof. Der Bauer wartete schon auf uns.

 

Hinter einem großen Traktor war bereits ein großer Anhänger gespannt. Der Anhänger stand rückwärts an einer Rampe, so das es leicht war den Anhänger von hinten zu besteigen. Die Bordwände waren so hoch, das niemand heraus fallen konnte.

 

 

Nachdem alle in dem Anhänger waren, wurde dessen Klappe geschlossen und los ging es. Behutsam fuhr der Bauer vom Hof in den nahen Wald. Und es dauerte nicht lange,- und wir konnten tatsächlich die ersten Elche auf einer Lichtung bei ihrer Abendlichen Futteraufnahme beobachten.

Die Fotoapparate klickten was das Zeugs hielt.
Leider konnten mit unseren Kameras keine besseren Bilder gemacht werden.
Die roten Pfeile kennzeichnen die beiden Elche.


Ca. zwei Stunden fuhren wir so durch den Wald. Aber erst als wir bereits auf der Rückfahrt waren sahen wir nochmals einen Elch bei seinem Abendmahl. Wir hatten alle sehr viel Spaß
bei dieser Tour.
Erst um ca. 23:00 Uhr waren wir wieder am Wohnwagen. Der Mond schien von einem sternenklaren Himmel.
Kalt war es geworden.

Tag 5

Die Sonne weckte uns an diesem Morgen. Es war unser letzter Morgen für dieses Jahr auf dem Habo-Camping. Wir werden bestimmt wieder kommen. Es hat uns gut gefallen. Gegen 10:45 Uhr waren wir abfahrt bereit. Noch schnell von den Nachbarn verabschieden,- und los ging es. Karlsborgs-Camping hieß unser nächstes Ziel. Die Fahrt war unspektakulär. Plötzlich sägte die freundliche Dame in dem Navi,- " Sie haben ihr Ziel erreicht". Tatsächlich, links von der Hauptstraße lag der Campingplatz. Von außen sah alles schon sehr voll und eng aus. Trotzdem hielten wir an,- und sahen uns zu Fuß etwas näher um. Der erste Eindruck hatte uns nicht getäuscht. Nein, hier wollten wir nicht bleiben. Ich fuhr das Gespann wieder zurück. Auf einem nahen Parkplatz hielten wir an um uns etwas neues zu suchen. Wir beschlossen wieder ein paar Kilometer zurück nach Brevik zu fahren.
Unser neues Ziel war der Breviks Camp.

 

Ein einfacher Platz direkt am See. Die sehr freundliche Besitzerin freute sich sehr darüber Gäste aus Deutschland zu haben,- und zeigte uns alles. Wir haben so nett geplaudert, das wir sogar noch 2 kleine Kuchen geschenkt bekamen.

 

 

Um ca. 12:50 Uhr stand "Isolde" auf ihrem neuen Platz,- und wir hatten Seeblick.

Wir beschlossen noch nach Hjo zu fahren und uns die sehenswerten alten Holzhäuser rund um den Marktplatz an zu sehen. Unten am Hafen herrschte touristisches Treiben. Die Sonne verwöhnte uns mit ihren warmen Strahlen.

 

 

 

Wir haben noch lange an diesem Abend draußen gesessen,- und die Stille genossen.

Tag 6

Die Sonne blinzelte heute Morgen durch die Dachlucke. Es war bereits um 9:00 Uhr schön warm draußen.
Als Ausflugsziel hatten wir uns heute die Stadt hinter den Wällen,- die Festung von Karlsborg ausgesucht. Dieser imposante Festungsbau nimmt die gesamte Halbinsel Vanäs am Vätternsee ein.

 

Die Festung Karlsborg gehört zu den größten in Europa. Der Bau begann 1819. Die Planung sah eine Bauzeit von 10 Jahren vor. Die tatsächliche Bauzeit betrug allerdings 90 Jahre. Die ersten Pläne legten fest, dass die Festung Platz für bis zu 8000 Mann bieten sollte.

Die Festung hat imposante 3 Meter dicke Mauern. In ihr befindet sich eine richtige kleine Stadt mit allen Einrichtungen,- inkl. Kirchen. Auch heute wird die Anlage für die Soldatenausbildung genutzt. Weite Teile der Anlage sind auch heute noch Militärisches Sperrgebiet. Im Inneren kann man sich allerdings frei bewegen. Es werden so genannte Abenteuerführungen mit Spezialeffekten angeboten. Bei solchen Führungen gelangt man an Orte die normalerweise nicht frei zugänglich sind. Wir nahmen uns solch eine Führung für später vor.

Tag 7

Heute blinzelte keine Sonne morgens durch die offene Dachlucke. Der Himmel war trüb. Es sah aus, als wenn es jeden Augenblick anfangen wollte zu regnen. Das tat es dann auch wenig später. Allerdings nicht viel. Die Luft war wieder sehr warm an diesem Morgen. Wir wollten heute nach Forsviks fahren. Forsviks hat eine der interessantesten historischen Industrieanlagen in Schweden zu bieten.

 

 

Unmittelbar vor dem Industriemuseum überquert man den Göta-Kanal. Hier haben wir kurz angehalten. Direkt an der Schleuse befindet sich der kleine Laden "Kanalbutiken 5 Knop" (Shop-Kanal 5 Knoten). Ein kleiner schöner Laden in dem kleine Accessoires gekauft werden können.

Webseite des Shops

 

 

 

 

Der "Kanalbutiken 5 Knop" befindet sich direkt an der ältesten Schleuse des Göta-Kanals.

 

 

Für Camper auch nicht ganz uninteressant,- direkt an der Schleuse können sowohl Wohnmobile als auch Wohnwagen für die eine oder andere Nacht stehen. Der Preis liegt bei 150 SEK/Nacht,- und ist im Shop zu bezahlen. (Stand: Aug. 2012)

 

 

Nach dem wir eine Schleusung beobachten konnten, fuhren wir die paar Meter weiter zum Industriemuseum. Hier schlenderten wir ein paar Stunden durch große und kleine Hallen.

 

Auf dem Gelände des Museums befindet sich auch eine kleine Werft. Hier ist der Verein Forsviks Werft ansässig. Der Verein wurde im Jahr 1995 gegründet. Ziel war es den Raddampfer "Eric Nordevall II" zu bauen. Die original "Eric Nordevall" wurde 1836 gebaut, versank aber zwanzig Jahr später im Vättern See. Dort liegt sie noch heute in 45 Meter Tiefe. Den Nachbau konnten wir besichtigen. Ab und an finden auch Fahrten statt. Als wir da waren aber leider nicht.

Zum Abschluss gönnten wir uns noch ein leckeres Stück Kuchen,- inkl. Kaffee im "Kafè Ada". Es befindet sich direkt am Museum.
Auf dem Rückweg fuhren wir noch einmal zur Festung

nach Karlsborg. Wir wollten unbedingt noch an einer Festungsführung teilnehmen. Nach Aussage des netten Herrn vom Vorverkauf sollte diese morgen früh um 10:15 Uhr stattfinden.
An dieser wollten wir teilnehmen.

Die Regenschauern hielten nicht lange vor an diesem Tag. Die Sonne gewann nach und nach Oberhand. Bis spät am Abend saßen wir unter strahlend blauem Himmel draußen und genossen die Welt.