Menü
Anne & Wolfgang (AnnWolf)
  • Header_reisen-mit-dem-wohnwagen.de
  • Header_reisen-mit-dem-wohnwagen.de
  • Ruderboot im südlichen Schweden
  • Header_reisen-mit-dem-wohnwagen.de
  • Header_reisen-mit-dem-wohnwagen.de
  • Header_reisen-mit-dem-wohnwagen.de
  • KABE-Wohnwagen im Winter in Oberstdorf

2011 - Rundreise durch Südschweden - Teil 1

Tag 1 bis 7 von insgesamt 21 Tagen

Endlich nach Schweden!
Schon lange träumten wir davon ganz Skandinavien zu erkunden. Nach zwei Jahren Dänemark wollten wir dieses Jahr nach Schweden. Für den Anfang durchquerten wir den Süden von Schweden. Gränna, an der Ostseite des Vättern-Sees war für diese Tour der nördlichste Punkt den wir angefahren sind. Das musste an Kilometer für dieses Jahr reichen. Und Kilometer sammelt man genug auf solch einer Tour. Bei uns waren es am Ende 4265 km die wir gefahren sind. Aufgeteilt haben wir die Tour in 6 Etappen, die An,- bzw. Abfahrt nicht mitgezählt. Für die verschiedenen Stellplätze suchten wir uns die Regionen Halland, Småland, die Insel Öland,- und Scåne aus. Jeweils von den Stellplätzen aus besuchten wir die verschiedenen Sehenswürdigkeiten.

Endlich Donnerstag und Feierabend.
Schnell nach Hause. Der Freitag war unser erster Urlaubstag. Da der Wohnwagen bereits ein Wochenende zuvor schon gepackt wurde, nahmen wir an diesem Freitag morgen nur noch ein paar Kleinigkeiten mit zum Stellplatz. Am Nachmittag entfernten wir die Schleuse und zogen "Isolde" von ihrem Platz. Für die kommende Nacht stellten wir uns auf den Parkplatz. Wir verabschiedeten uns noch schnell von unseren Nachbarn und verschwanden im Bett. Wir wollten am nächsten morgen sehr früh los.

Tag 1

Die Nacht war natürlich kurz. Der Wecker klingelte um 4:00 Uhr in der Früh. Nach einem kleinen Frühstück ging es endlich los. Schnell noch zur Autobahn nahen Tankstelle. Und so fuhren wir um 6:00 Uhr auf die Autobahn auf. Die Fahrt verlief unspektakulär. Nur kurz vor Hamburg zwang uns ein Stau von angesagten 10 Kilometern, die weitere Fahrt etwas um zu planen.

 

Wir erreichten unseren ersten Platz, den Camping Strandparadies Großenbrode, um 14:30 Uhr. Wie so oft, so hatten wir auch dieses mal, "Glück". Der Platz hatte Mittagsruhe und war dementsprechend geschlossen. Um 15:00 Uhr wurde wieder geöffnet. Sicherheitshalber hatten wir, wegen den Schulferien in Deutschland, reserviert,- und so bekamen wir schnell unseren Platz für die erste Nacht. Nach dem Duschen gingen wir ein wenig über die Strandpromenade. Das Ende des Tages besiegelten wir mit einem sehr leckeren Abendessen.

Tag 2

Wir waren wieder früh im Bett verschwunden. Am nächsten Morgen sollte es nicht ganz so spät weiter in Richtung Schweden gehen. Wir stellten den Wecker für 5:30 Uhr. Nach dem kurzen Frühstück kurbelten wir die Stützen hoch. Es regnete. Der Regen sollte fast den ganzen Tag unser Begleiter sein. Um 7:30 Uhr verließen wir den Campingplatz in Großenbrode. Um 8:00 Uhr erreichten wir den Fährhafen in Puttgarden. Um 9:20 Uhr erreichten wir Dänemark. Weiter ging die Fahrt Richtung Helingör. Den Fährhafen erreichten wir um 12:15 Uhr. Und um 12:45 Uhr war es endlich soweit,- wir waren in Schweden. Für den ersten Stopp hatten wir uns zwei Plätze in Mararyd ausgesucht. Der erste Platz öffnete leider erst um 17:00 Uhr. Wir standen aber bereits um 14:00 Uhr vor dem Tor. Wir drehten "Isolde" herum und fuhren zu dem anderen Platz,- Camping Sjötorpet,- unser erster Stellplatz in Schweden.

 

 

Wir bekamen einen schönen Platz in unmittelbarer Nähe des Sees Getsjön. Es hörte langsam auf zu regnen. Und gegen Abend konnten wir in der Abendsonne den Tag beschließen. Müde waren wir, und so gingen wir auch heute Abend früher ins Bett als sonst.

Tag 3

Heute haben wir ausgeschlafen. In der Nacht hatte es wieder heftig geregnet. Aber am Morgen war alles wieder vorbei. Für heute hatten wir uns zwei Orte für die Besichtigungstour vorgenommen.

 

 

Als erste fuhren wir nach Halmstad. Einst im Mittelalter mit 88.000 Einwohner die größte Stadt an der Westküste. In der Innenstadt lassen die alten Fachwerkhäuser erahnen, wie die Stadt früher einmal ausgesehen haben muss.

 

 

Von Halmstadt fuhren wir noch kurz zum nah gelegenen Tylösand. In der 18° C “warmen” Ostsee tummelten sich viele Urlauber.

 

 

 

 

Auf dem Rückweg besuchten wir noch Laholm, die älteste Stadt Hallands. Sie verdankte ihren Reichtum dem Fang und Verkauf der Fische, die einst zahlreich vom Meer den Fluss Lagan hinauf schwammen.

 

 

Am Nachmittag fuhren wir wieder nach Hause. In der Sonne grillten wir Frikadellen auf dem Grill.
Sehr lecker!

Wir freuten uns schon auf den nächsten Morgen, denn da wollten wir in den Elchpark.
Um zu wissen wie das Wetter morgen wird, gingen wir bei unserem Abendspaziergang mal kurz bei der Rezeption vorbei. Dort konnte man nach dem Wetter fragen. Es wurde einem dann auf dem Laptop gezeigt. Der Mann an der Rezeption schmunzelte als ich erneut nach dem Wetter fragte.
Er nannte mich liebevoll “Mr. Control” und lachte herzhaft.
Noch lange saßen wir an diesem Abend in der Sonne und genossen den Tag.

Tag 4

Zu Hause hatten wir schon viel über ihn gelesen, den Schwedenshop in Laganland und seinem angrenzenden Elchpark. Dieser sollte heute unsere Ziel sein. Wir wollten unbedingt einmal Elche aus der Nähe sehen. Im Internet und auch in den einschlägigen Prospekten wurde darauf hingewiesen, dass man möglichst morgens um 10:00 Uhr dort sein sollte. Denn zu dieser Zeit findet die Fütterung statt. Also standen wir etwas früher auf und machten uns auf den Weg.

 

 

Der Park befindet sich direkt an der A4.
Leider scherte sich, bis auf einen kleineren Elchbullen, der Rest der Herde kein bisschen um die 10 Uhr Fütterung.

 

 

Da man um das Gehege herum spazieren kann, machten wir uns auf den Weg,- und fanden die übrigen im Schatten liegend. Sie ließen sich anstandslos fotografieren. Nach einiger Zeit besuchten wir noch den Schwedenshop, indem es so ziemlich alles zu kaufen gibt, was man braucht, oder auch nicht.

Um es kurz zu machen, der Elch-Safariepark in Markaryd, den wir auf der Rückreise besucht haben, hat uns wesentlich besser gefallen. Doch dazu später mehr.

 

 

Gegen Mittag fuhren wir wieder in Richtung Heimat. Aber nicht auf dem direkten Weg. Vielmehr fuhren wir am Bolmen-See vorbei und machten dort eine lange Rast direkt am Wasser. Ein Campingplatz mit anliegendem Strandbad lud zum verweilen ein.

Erst am frühen Abend machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause. Den ganzen Tag über schien die Sonne. Wir saßen noch lange draußen vor dem Wohnwagen. Es war unser letzter Abend auf diesem Campingplatz. Morgen ging die Reise weiter zum Vättern-See.

Tag 5

Der heutige Tag ist schnell erzählt. Nach dem Frühstück führen wir los. Um 9:05 Uhr verließen wir den Platz.
Wir werden ihn in Erinnerung behalten und bestimmt nochmal wiederkommen. Doch für heute wollten wir weiter in Richtung Vättern-See. Der Vätterledens Camping war unser Ziel. Um 11:50 Uhr erreichten wir den Platz.

 

 

Die Zufahrt war im ersten Augenblick etwas ungewöhnlich für uns. Man musste eine Tankstelle, die zu einem Motel gehört, überqueren. Am anderen Ende ging es einen kleinen aber steilen Berg hinauf.

 

 

Der Platz selber besteht nur aus einer großen Wiese, unterteilt durch ein paar Büsche und Sträucher. Die Sanitäranlagen sind sehr eng bemessen. (2 Duschen für den ganzen Platz) Zumindest wenn er voll ist.

Zu Hause im Internet hatten wir gelesen, das die junge Familie den Platz erst seit kurzem übernommen hat. Eine Toilette war schon renoviert, die anderen waren abgesperrt. An jeder Tür hing ein Hinweisschild, das es wegen Renovierung zur Zeit geschlossen ist. Leider lag auch die Autobahn in Höhrweite,- und der See war nur aus der Ferne zu betrachten. Entgegen unseren ersten Überlegungen beschlossen wir nur eine Nacht hier zu bleiben.

 

 

Am Nachmittag fuhren wir nach Gränna, die Stadt der Bonbonstangen. Plötzlich hatte nichts mehr mit einem ruhigen beschaulichen Leben in Schweden zu tun. Eher hatte man den Eindruck in Rimini, oder an der Côte d’Azur zu sein. Menschen über Menschen.

Zudem war die schmale Straße durch den Ort die einzige Zufahrt zum Gränna-Camping. Dementsprechend langsam und eng ging es manchmal zu. Wir fuhren bis hinunter zum Hafen. Vielleicht konnte man ja mit der Fähre zur Insel gegenüber von Gränna fahren? Wir erkannten schnell, dass es mit einem “mal eben” nicht getan war. Die Schlange vor dem Fähranleger war viel zu groß und die Fähre viel zu klein. Wir schlenderten noch ein wenig durch die Stadt. Heidi kaufte sich noch eine dieser Lakritz-Bonbonstangen.

Auf dem Rückweg besuchten wir noch eine kleine Glasbläserei.
Noch am selben Abend planten wir um,- und suchten uns für den morgigen Tag den Lovsjöbadens Camping südlich von Jönköping aus.

Tag 6

Heute morgen rief ständig das Kopfkissen:”So bleibt doch liegen und schlaft noch ein wenig”. Aber um 7:30 Uhr schwingten wir uns dann doch aus den Federn. Schließlich wollten wir noch etwas haben von dem Tag. Die Fahrt zum Lovsjöbadens Camping war nicht weit. Um 9:45 Uhr machten wir uns auf den Weg,- und bereits
um 10:30 Uhr erreichten wir unser Ziel. Auch dieser Platz liegt in der Nähe der Autobahn.
Diese war jedoch nicht zu hören.

 

Der Platz liegt wunderschön am Lovsjön-See. Die Stellplätze sind sehr groß und eben angeordnet. Wir ergatterten den letzten Platz direkt am Wasser. Schnell hatten wir "Isolde" auf ihren Platz abgestellt und versorgt.

Anschließend machten wir uns auf den Weg um zwei Museen zu besuchen. Als erstes besuchten wir das Industriemuseum in Norrahammar. Zum einen wird die Geschichte der Eisengewinnung in der Region erzählt,- und zum anderen wird alles gezeigt was jemals in der Fabrik hergestellt wurde. Im Anschluss fuhren wir weiter in das einzige Streichholzmuseum der Welt nach Jönköping. In der Originalfabrik von damals wird gezeigt, wie damals Streichhölzer hergestellt wurden. In den Anfängen reine Knochenarbeit, bis hin zum frühen Tod durch die Verwendung von Phosphor.

Zum Abschluss besuchten wir noch die kleine Strandpromenade in Jönköping. Zumindest war es auf der Stadtkarte als solche bezeichnet. Wer aber jetzt eine Promenade wie sie sich zum Beispiel an der Ostsee befinden erwartet, wird enttäuscht. Es ist lediglich ein kleiner Parkplatz an einer Tauchbasis und ein winziger Strand. Es mag sicherlich schönere Ecken geben am Vättern-See. Schließlich ist der See ca. 120km lang und bis zu 14km breit. Und wir haben nur diese eine Stelle gesehen. Wir werden ihn bestimmt wieder besuchen.

Tag 7

In der Nacht hatte es heftig geregnet. 24 Liter pro Quadratmeter, wie ich am Morgen beim Brötchen holen erfahren konnte. Der Himmel war immer noch sehr zugezogen, aber es regnete in der Zwischenzeit nicht mehr.
Nach dem Frühstück fuhren wir nach Eksjö. Eksjö ist eine der besterhaltenen Holzstädte in Schweden.

 

 

Die Stadt konnte durch Einsicht und Vorbedacht der Abrisswelle entgehen, die nach dem zweiten Weltkrieg über Schweden hinweg rollte. 1977 erhielt die Altstadt das Europa Nostra Diplom für gute Gebäude und Kulturmilieupflege

 

Als wir durch die alten Gassen schlenderten, in denen übrigens Autoverkehr verboten ist, kam die Sonne zum Vorschein. In jedem Winkel gab es etwas anders zu entdecken, ein Hinterhof schöner als der andere. Eine wirklich sehenswerte Altstadt.

Nicht weit von Eksjö befindet sich Skurugata, eine von Trollen geschlagene Schlucht. Skurugata gilt als eines der merkwürdigsten Naturphänomene in Südschweden. Tatsächlich sind sich die Wissenschaftler bis heute nicht ganz einig, wie die Schlucht entstanden ist.
Skurugata ist eine 800 Meter lange,- und bis zu 24 Meter breite Bergspalte. Die engste Stelle ist gerade mal 7 Meter breit. Möchte man von oben nach unten laufen, geht es 35 Meter in die Tiefe. Spalten dieser Art gibt es einige im südlichen Småland, doch Skurugata ist die größte.

 

Der Aussichtspunkt Skuruhatt ist mit 337 Meter ü.M. einer der höchsten Punkte in Småland. Vom Gipfel aus hat man eine wunderschöne Aussicht über die Landschaft und den Ort Eksjö. Vom Parkplatz aus erreicht man den Gipfel auf einem sehr breiten angelegten Weg.

 

 

Das Eingangsschild zur Schlucht.
Urig wie alles hier.

 

 

Gutes Schuhwerk vorausgesetzt, macht es richtig Spaß diese Schlucht zu entdecken. Unbedingt ist auch an robuste und warme Kleidung zu denken. Denn auch im Sommer kann zwischen Skurugata und Skuruhatt ein Temperaturunterschied von bis zu 20° C herrschen!

Der Himmel war in der Zwischenzeit wieder vollständig aufgerissen,- und die Sonne hatte längst wieder Oberhand. Noch lange saßen wir an diesem Abend draußen an “unserem” See. Ein letztes Mal für diesen Urlaub, denn Morgen wollten wir weiter in Richtung Vimmerby fahren.

Auch diesen Platz fanden wir sehr schön. Er ist für einen kurzen,- wie für einen längeren Aufenthalt gut geeignet.