Menü
Anne & Wolfgang (AnnWolf)
  • Header_reisen-mit-dem-wohnwagen.de
  • Header_reisen-mit-dem-wohnwagen.de
  • Ruderboot im südlichen Schweden
  • Header_reisen-mit-dem-wohnwagen.de
  • Header_reisen-mit-dem-wohnwagen.de
  • Header_reisen-mit-dem-wohnwagen.de
  • KABE-Wohnwagen im Winter in Oberstdorf

2009 - Rundreise über Dänemark's Inselwelt - Teil 1

Tag 1 bis 7 von insgesamt 21 Tagen

Und wieder ist Dänemark das Ziel. Zu schön ist dieses Land. Wieder wurde die Tour in mehreren Etappen aufgeteilt. Für die Stellplätze suchten wir uns die Inseln Fyn, Seeland und Lolland aus. Und von diesen Stellplätzen aus besuchten wir die verschiedenen Sehenswürdigkeiten.

Endlich Freitag und Feierabend. Alle 7 Sachen waren bereits vorgepackt. Perfekt. Dadurch war das Auto schnell gepackt, doch dann kam es Knüppeldicke. Im Radio hatten sie es bereits vorhergesagt. Und so sollte es auch kommen. Ganz Deutschland fuhr in den Pfingsturlaub. Und so benötigten wir für die knapp 100 km von zu Hause bis zum Wohnwagen fast 4,5 Stunden. (!) Gott sei Dank schien die Sonne. So war es lange hell und wir konnten "Isolde" noch von ihrem Standplatz ziehen. Für eine Nacht zogen wir sie auf den Campingparkplatz. Wir verabschiedeten uns noch schnell von unseren Nachbarn und verschwanden im Bett. Wir wollten am nächsten morgen sehr früh los.

Tag 1

Bereits um 04:30 Uhr klingelte der Wecker.
Eine kurze Nacht war zu Ende. Nach dem Frühstück war schnell der Rest erledigt. Und so fuhren wir um 06:15 Uhr vom Parkplatz. Die Stau-Prognosen warnten vor einem erhöhten Verkehrsaufkommen ab 10:00 Uhr. Und so war es auch. Trotzdem kamen wir ohne nennenswerten Stau gegen 12:45 Uhr auf dem Campingplatz Klüthseecamp Seeblick an. Unser erstes Ziel war erreicht.


Noch vor der Mittagspause hatten wir bereits unseren Stellplatz erreicht. Das Wetter meinte es gut mit uns. Die Sonne schien von einem fast wolkenlosem Himmel. Wie immer so auch heute,- die Bordküche blieb am ersten Tag kalt. Abends ging wir im Campingplatz eigenen Klüthseecampingrestaurant etwas essen. Bis zum Schluss genossen wir anschließend die untergehende Sonne. Heute wurde für uns der Tag nicht sehr lang. Wir gingen früh schlafen.
Morgen sollte es weitergehen. Richtung Dänemark!

Tag 2

Wir hatten den Wecker für 7:00 Uhr gestellt. Doch wir ignorierten sein Schellen und stellten ihn wieder ab. Erst gegen 8:00 Uhr standen wir auf. Ursprünglich war die Abfahrt für 9:00 Uhr geplant. Doch daraus wurde nichts. Nach dem Frühstück fingen wir dann an unsere sieben Sachen zu packen. Da wir ja nicht viel ausgepackt hatten, ging alles recht schnell von statten und so konnte dann die Reise um 10:00 Uhr beginnen.

 

Das Navi (liebevoll "Tussi" genannt) führte uns zurück auf die A7. Danach war die Dänische Grenze schnell erreicht. Gegen 14:45 Uhr erreichten wir unser erste Ziel in Dänemark, den Helnæs Camping ganz im Süden von Fyn. Ein herrliches Fleckchen Erde.

 

 

Wir wurden sehr freundlich empfangen. Und obwohl der Platz recht voll war fanden wir noch einen schönen Platz mit Blick auf den kleinen Belt. Die Sonne strahlte von einem Stahlblauen Himmel. Herz was willst du mehr?

 

 

Am Abend wurde erst einmal der Grill benutzt. Und immer noch schien die Sonne vom Himmel. Bis nach 21:00 Uhr konnten wir sie genießen. Heidi wälzte schon fleißig Prospekte. Mal sehen was wir morgen unternehmen werden.

Tag 3

Die Sonne schien bereits am frühen Morgen durch die geöffnete Dachlucke. Ich holte uns vom Laden die am Tag zuvor bestellten Brötchen (Dänische Rundstücke). Heute am Pfingstmontag musste man mit allerhand geschlossenen Geschäften und sonstigen Einrichtungen rechnen. Und so beschlossen wir für heute, uns die Insel anzusehen.

 

 

Sie ist einfach ein wunderbares Stück Natur. Als erstes hielten wir kurz hinter der Deichstraße an. Von dem dortigem Parkplatz führt ein kleiner Fußpfad hinauf auf die Steilklippe. Wir hatten einen herrlichen Ausblick in alle Richtungen.

 

 

 

Der weitere Weg führte uns zum Leuchtturm, der nun leider nicht mehr für den "normalen" Touristen geöffnet ist. Schade. Trotzdem ließen wir uns die Laune nicht verderben und genossen den grandiosen Ausblick hinauf auf den kleinen Belt.

 

 

 

Anschließend nahmen wir uns die Helnæs Mühle vor, die aber auch leider geschlossen war. Und so schlenderten wir über das große weitläufige Gelände. Man konnte fast bis ans Ufer gehen.

Später fuhren wir wieder zum Wohnwagen, stellten das Auto ab und machten uns zu Fuß auf in Richtung Strand. Dieser befindet sich in unmittelbarer Nähe des Campingplatzes. Unsere Füße berührten das Wasser. Das war es dann aber auch. Wir fanden es zu kalt zum Baden. Einige spielende Kinder waren da ganz anderer Meinung. Ausgelassen tobten sie im Wasser.

Tag 4

Für heute beschlossen wir nach Kværndrup zu fahren um dort die Wasserburg Egeskov zu besichtigen. Hierbei handelt es sich um Europas besterhaltene Renaissancewasserburg. Herrliche Parkanlagen, 6 Oldtimermuseen, Falck Musem (Rettungsdienstmuseum), und, und, und...
Und wir haben gut getan an unserer Entscheidung. Die Anlage ist so groß, das es kaum an einem Tag zu schaffen ist, alles zu sehen. Erst am frühen Abend machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause.

Kurz bevor wir den Campingplatz erreichten besuchten wir noch das Naturschutzgebiet “Maden” auf unserer Insel. Wir fuhren mit dem Auto die Schotterstraße bis zur Küste. Der Wind hatte in der Zwischenzeit einiges an Kraft zugelegt. Und obwohl die Sonne vom Himmel schien, zogen wir uns doch eine Fleecejacke über.

Eine herrliche Landschaft umgab uns. Auf der einen Seite die Steilküste, auf der anderen die weiten Wiesen mit ihren Rindern,- und in der Ferne der Leuchtturm. Als wir wieder am Wohnwagen ankamen hatte der Wind noch ein wenig zugelegt. Der Grill blieb heute kalt. Heidi bereitete uns das Abendessen im Wohnwagen. Draußen wurde es immer windiger und auch kälter. Noch vor dem abspülen zogen wir unser Sonnensegel ein. Ich hatte keine Lust in der Nacht auf zu stehen. Auch einige Nachbarn drehten ihre Markisen ein. Den restlichen Abend verbrachten wir im Wohnwagen. Draußen wurde es zu ungemütlich. Konnte es sein das uns nun die Schafskälte erwischen sollte?

Tag 5

Kalte Luft kam mir an diesem Morgen entgegen als ich die Tür öffnete. Das Außenthermometer hatte mich bereits vor gewarnt. Und der Himmel sah auch nicht viel versprechend aus. Ich zog die dicke Jacke zu und ging die Brötchen holen. Im Kiosk fragte ich nach dem zu erwartenden Tageswetter. “Heute ab und zu ein wenig Wasser aus dem Himmel”, war die Antwort. “ Und ganz so warm ist es auch nicht”. “Aber du bist richtig angezogen dafür”. Mit einem kleinem zufriedenem Schmunzeln nahm ich die Brötchen und ging Richtung “heißem Kaffee”. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg in Richtung Kerteminde. Dort besuchten wir als erstes den Tante Emma-Laden “Hokeren” in der Trollegade. Über und über voll hing alles von der Decke, an den Wänden, oder stand auf dem Boden herum. Der Laden beschert seinen Besuchern einen wahren Sinnestaumel.

Anschließend besuchten wir “fjord&bælt”. Hier konnte man sehr viel über die Unterwasserwelt der Ostsee erfahren. Zudem ist die Stadion weltberühmt für die Erforschung der Schweinswale, die so ein weinig den Delfinen ähnlich sehen. Bevor wir die Reise weiter in Richtung Odense fortführten, beschlossen wir noch kurz die nördlichste Spitze von Fünen zu besuchen,- Fyns Hoved. Nur sollten die Erwartungen nicht zu hoch sein, bis auf ein paar Wochenendhäusern ist dort oben nichts. Wir fuhren mit dem Auto bis direkt an das Wasser heran. Und obwohl die Sonne schien blies uns ein kalter Wind entgegen. Wir zogen die Jacken bis oben hin zu und genossen die Landschaft.

Nach einiger Zeit setzten wir uns wieder in das Auto und fuhren nach Odense. Die Altstadt mit dem Hans-Christian Andersen Haus hatten wir schon bei unsere Rundreise durch Jütland 2007 besichtigt. (Damals hatten wir mit dem Auto einen Abstecher nach Odense unternohmmen) Und so führte uns der erste Weg zum “Odense Aafart”. Dort kann man mit einem Ausflugsboot über den Fluß fahren, der jahrhundertelang eine wichtige Verkehrsader für die Bürger der Stadt war. Nach der einstündigen Rundfahrt schlenderten wir noch ein wenig durch die Fußgängerzone und die Altstadt. Spät war es inzwischen geworden. Zu spät um heute Abend noch selbst zu kochen. In unmittelbarer Nähe des Hans - Christian Andersen Hauses befindet sich das Restaurant “Den gemle Kro”. Ein urgemüthliches Haus von 1683. Dort kann man sehr gut speisen. Allerdings auch zu sehr guten Preisen.

Nach dem wir ausreichend gesättigt waren, fuhren wir wieder zurück zum Wohnwagen. Den ganzen Tag über hatten wir Glück mit dem Wetter gehabt. Während unseres Ausflugs kam kein "Wasser vom Himmel". Doch kurz vor der Eingangstür erwischtes uns dann doch noch eine heftige Schauer.
Nachdem alles wieder vorbei war, verpackte ich noch unsere Fahrräder wieder auf das Autodach. Morgen sollte die Reise weiter gehen.
Wir wollten Fünen verlassen und Seeland besuchen. Helnæs Camping wird uns in guter Erinnerung bleiben.

Tag 6

Ich hatte heute morgen das Gefühl, es war noch ein wenig kälter geworden. Das Thermometer zeigte eine Außentemperatur von unter 10°C an. Hatten wir schon Winter? Laut deutschem Wetterbericht sollte es erst am kommenden Wochenende wieder etwas wärmer werden.
Nach dem Frühstück fingen wir an unsere paar Sachen zusammen zu packen.

 

Wir hingen den Wohnwagen an und fuhren bis hinauf bis zur Anmeldung. Doch die Tür war verschlossen. Kein Mensch war zu sehen. An der Tür hing ein Schild, auf dem stand das ab 11:00 Uhr wieder geöffnet sein würde. Und als wir gerade schon umdrehen wollten, öffnete sich die Tür. “Kommt doch rein, ich bin doch da.” sagte die Chefin. Kaum waren wir eingetreten schloß sie hinter uns wieder die Tür. Denn offiziell war geschlossen.

 

 

 

Wir bezahlten schnell unseren Platz und unterhielten uns noch mit ein paar netten Worten. Per Handschlag versprachen wir wieder zu kommen, zu schön hat es uns hier gefallen. „Oh, das ist schön”, sagte sie. „Wann kommt ihr denn? Nächste Woche schon?”. Mit einem Schmunzeln begaben wir uns zum Auto. Und wieder einmal später als wir es uns vorgenommen hatten, verließen wir den Campingplatz.

Aber es war ja schließlich Urlaub,- und bis zum nächsten Platz waren es auch nur ca. 145 km. Gegen 13:00 Uhr, gerade noch vor der Mittagspause, erreichten wir unseren nächsten Platz den FDM Bjerge Strand Camping. Dieser Platz befindet sich bereits auf Seeland. Uns wurde ein freundlicher Empfang bereitet. Wir unterhielten uns in drei Sprachen,- Dänisch, Englisch und Deutsch. Man wies uns einen Platz weit hinten am Platzende zu. Zwischen Platzende und Meer liegt nur ein kurzer Dünengürtel. Nachdem wir den Wohnwagen hingestellt hatten, führte uns der erste Weg zum Wasser. Es war immer noch sehr kalt.
“Was fangen wir mit dem angebrochenem Tag an”, fragte Heidi und beschloss gleichzeitig,- “ Wir fahren nach Kalundborg. Das ist nicht weit und wir können ein wenig bummeln.” Also fuhren wir los. Doch außer einer Einkaufsstraße hatte die Stadt für uns nicht viel zu bieten.
Ein außergewöhnliches Bauwerk hat die Stadt aber dennoch zu bieten. Die fünftürmige Kirche. Besichtigt haben wir sie dennoch nicht.

Am späten Nachmittag fuhren wir wieder zurück. Gegen späten Abend beruhigte sich der Wind,- und es kam sogar noch die Sonne zum Vorschein. Aber kalt war es immer noch.

Tag 7

Der FDM Bjerge Strand Camping war unsere Ausgangsstation um Seeland zu erkunden. Leichter Regen begrüßte uns heute morgen. Der Himmel versprach auch nichts besseres für den weiteren Tag. Um 8:30 Uhr hörten wir den Seewetterbericht, ausgestrahlt vom NDR, ab. Demnach sollte es heute gegen Mittag besser werden.

Roskilde, die frühere Hauptstadt, sollte heute unserer Ziel sein. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg. Als erste sahen wir uns das Wikingerschiffsmuseum an. Ein Muss! Hier sind nicht weniger als fünf echte Wikingerschiffe ausgestellt, die im Wasser des Fjordes unmittelbar vor dem Museum geborgen wurden. Ein spannender Film zeigt Ausgrabung und Bergung der Schiffe. Zudem stehen Nachbauten in Originalgröße vor dem Museum.

Anschließend besuchten wir den in unmittelbarer Nähe befindlichen Dom zu Roskilde. Eine seit dem frühen Mittelalter vornehmsten Kirchen. 1995 Wurde der Dom auf die Liste der UNESCO über die wertvollsten Monumente der Welt aufgenommen. Zu Recht. Von außen zwar groß und mächtig an zu schauen, von innen aber einfach nur überwältigend. Seit der Reformation sind sämtliche Könige,- und fast alle Königinnen hier bestattet worden. Wir hielten uns sehr lange im Dom auf. Es war einfach zu viel zu sehen.

Erst am späten Abend erreichten wir wieder unseren Wohnwagen. Inzwischen schien die Abendsonne von einem blauen Himmel. Wir genossen die warmem Strahlen und saßen noch lange draußen.